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Von Nicole Frischlich

Hinte.„Frühlingserwachen” im Schulzentrum in Hinte: Dort wurden am Wochenende die vielen Facetten diesjähriger Accessoires in Haus und Garten präsentiert. Veranstalterin Beate Maas zählte 68 Aussteller und mehrere Hundert Besucher. Ob Mützen, Strümpfen, Blumengestecke, Deko-Materialien, Schmuck, Honig, Marmeladen, Bonbons, Gartenbänke oder Lederwaren – für jedes Alter und jeden Geschmack war etwas dabei.

Edeltraut Dagott (68) aus Bunde widmet sich dem Naturmaterial Holz, bastelt seit zwei Jahren „Figuren“, Vogelhäuschen, Holzdekoschilder sowie Osterhasen. Sie war bereits am Samstag fast ausverkauft, sagte sie gestern im Gespräch mit der Emder Zeitung. „Ich habe die Lücken wieder ganz schnell füllen müssen.“

Birgit Fuhrmann (63) hatte die weiteste Anreise aus Hagen in Nordrhein-Westfalen. Sie stellt Schmuck-Unikate her. Die Steine kauft sie in Idar-Oberstein, doch ansonsten arbeitet sie nur mit Edelstahl. Seit 20 Jahren ist sie im Geschäft, bastelt Ketten, Ohrringe und Ringe. „Es macht einfach großen Spaß“, sagte sie. Ihre Familie unterstützt sie bei ihrem Hobby tatkräftig. „Sogar meine Mutter hilft mir, denn es ist viel Arbeit, eine solche Ausstellung zu stemmen.“

Ob Honig vom Imker, Brot oder Marmelade – überall fanden sich auch „Leckereien“. Bonbon-Fans kamen nicht an dem Stand des Emders Werner Tönjes (66) vorbei. Der ehemalige Schulleiter kocht nach alten Rezepturen der Emder Firma „Bonbon Müller” die Süßigkeiten, die er auf den alten Original-Walzen dreht. Seine Rezeptsammlung ist über die Jahre enorm gewachsen. Stolz ist er auf ein englisches Rezeptbuch aus dem Jahr 1934. Die Rezepte für Großproduktionen schreibt er für seinen „kleinen Bereich“ um. „Schon als Kind habe ich Jahrmärkte geliebt“, sagte der Emder. Gerade hat er ein Honig-Zitronen-Bonbon kreiert und lud die Besucher in Hinte zum Probieren ein.

Aus Hamswehrum kam Elfriede Fischer (60), die seit knapp vier Jahren Glasscheiben und Textilien bemalt sowie Patchwork entstehen lässt. „Das Hobby lässt mich den Sorgen des Alltags entfliehen“, erzählte sie. Und auch ihre Enkelin bastelt schon begeistert mit. „In Hinte bin ich besonders gerne“, schwärmte Fischer. „Hier ist alles so familiär und abwechslungsreich.“

Bei Tina Peters aus Hamswehrum dreht sich indessen alles um Holzschilder, die sie kunstvoll mit Sprüchen für alle Lebenslagen beschriftet. Sie war zum ersten Mal in Hinte auf einer Ausstellung. „Sprüche fallen mir immer ein“, freute sie sich über den guten Zuspruch.

Veranstalterin Beate Maas von BeMa-Eventservice lobte ihr Team und die vielen freiwilligen Helfer, die schon freitags bereitstehen, um die Ausstellung vorzubereiten. „Wir sind alle per Du”, sagte sie stolz. „Wir sind wie eine große Familie.” Beliebt sei die Cafeteria, wo man an beiden Tagen 75 Kilo Kuchen verkaufte. „Der Grill musste Samstag aber früher abbauen – wegen des Sturms.”18